Neues Westdeutschland No II

Wochenschau No. II: Echte Monatslage

Im abgelaufenen Berichtszeitraum konnte erneut festgestellt werden, dass Standfestigkeit nicht aus günstiger Lage, sondern aus ideologisch gefestigter Pflichterfüllung unter widrigen Umständen erwächst. Die VEB-R bekräftigt daher ihren unveränderten Grundsatz: Einmal Warden, immer Warden. Dass der Gegner in Foxhole zeitweilig Geländegewinne verzeichnen konnte, ändert nichts an der grundlegenden Richtigkeit dieses Standpunktes. Kälte, Materialknappheit, operative Reibungsverluste und die rohe Gewalt des Logistikalltags haben das Kollektiv nicht geschwächt, sondern in seiner inneren Geschlossenheit verdichtet.

Gleichzeitig wurde in einer nicht öffentlich einsehbaren Einsatzrunde auf Kolguyev unter Beweis gestellt, dass selbst ungünstigste Anfangsbedingungen keinen Anlass zur Defätistik bieten. Dort, wo bürgerliche Einsatzlehre den Kessel als Endzustand begreift, erkennt die VEB-R im Kessel zunächst nur eine örtlich verdichtete Arbeitslage. Der planmäßige Ausbruch aus der Einschließung, das Auffinden des wundesten Punktes beim Gegner sowie das gezielte Einbringen schmerzverstärkender Nadelstiche in offenes Feindfleisch, und dies wohlgemerkt noch während gegnerische Siegesschreie erschallten, sind als lehrbuchreife Verbindung aus Geduld, Boshaftigkeit und zweckmäßiger Gemeinheit zu würdigen.

Die Monatslage ist demnach wie folgt zusammenzufassen: militärisch wechselhaft, moralisch gefestigt, verwaltungstechnisch ausbaufähig, insgesamt jedoch aufwärtsführend.


Aus den Bereichen

Bereich Holdfast

Im Bereich Holdfast wurden gemeinsam mit Genossen Obergefreiten EngelbertzTV mehrere Gefechtshandlungen sowohl im Umfeld des Ersten Weltkrieges als auch der napoleonischen Kriege durchgeführt. Dass hierbei historische Epochen, Uniformordnungen und Schießgewohnheiten mitunter ineinander übergehen, ist nicht als Unordnung, sondern als Ausdruck epochenübergreifender Einsatzbereitschaft zu bewerten.

Das zahlenmäßige Ranking des Bereichs ist infolge einer neuen Saison von ungefähr Platz 600 auf jenseits der 1100 abgesunken. Die Redaktion weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei nicht um einen Leistungsabfall, sondern um eine statistische Umgruppierung innerhalb der internationalen Konkurrenzverwirrung handelt. Die VEB-R misst den Wert ihrer Arbeit nicht an bürgerlichen Listenplätzen, sondern an Härte, Lärm und der Anzahl nachhaltig verärgerter Gegner.

Ungeachtet der rechnerischen Rückordnung bleibt festzuhalten, dass die Gefechtstätigkeit geordnet, ehrbar und mit ausreichender Wucht durchgeführt wurde. Die zuständigen Stellen sehen derzeit keinen Anlass zur Panik, sondern lediglich zur Fortsetzung planmäßiger Belästigung feindlicher Kräfte.

Bereich Arma 3

Im Bereich Arma 3 wurden im Redaktionszeitraum keine nennenswerten Fortschritte verzeichnet. Dieser Zustand ist jedoch nicht als Stillstand im schädlichen Sinne, sondern als Phase verwaltungstechnisch gesicherter Ergebnisoffenheit einzuordnen.

Es wurde gearbeitet, ohne dass sich daraus zwingend Vorzeigbares ergeben hätte. Auch das ist eine Form des Dienstes. Die Kommandantur erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass nicht jeder Berichtszeitraum glorreiche Durchbrüche hervorbringen kann. Gelegentlich besteht der Fortschritt der Lage auch darin, keinen zusätzlichen Unsinn zu erzeugen.

Bereich Arma Reforger

In der ersten größeren Monatsrunde wurde im Rahmen der Operation Rollkragenpullover an der Seite sowjetischer Kräfte die Insel Arland unter Kontrolle gebracht. Die dabei gewonnenen weitreichenden Erkenntnisse wurden in pflichtbewusster Weise dokumentiert und dem US-Militärgeheimdienst zur weiteren sachgerechten Fehlverwertung übergeben. Die Redaktion würdigt diese Maßnahme als gelungenes Beispiel praktizierter Mehrgleisigkeit im internationalen Sicherheitsverkehr.

Im Nachgang musste jedoch festgestellt werden, dass einer der eingesetzten Genossen den Farbfilm vergessen hatte. Die komplette Dokumentation lag infolgedessen lediglich in Schwarzweiß vor. Das zuständige Kontrollgremium stellte hierzu klar, dass eine moderne Einsatzführung ohne farbliche Untersetzung nur eingeschränkt repräsentativ wirkt. Die Abteilung für vorgegebene Meinungsbildung hat hierzu bereits eine Gegenstellungnahme erarbeitet, wonach nicht Vergessen, sondern chromatische Unterversorgung vorlag. Eine abschließende Beurteilung bleibt vorbehalten.

Im zweiten größeren Einsatz des Monats wurde auf Everon operiert. Die VEB-R dankt hierbei ausdrücklich der VEB Robotron für die Bereitstellung des EMB26, des Gerätes zur Eingeschränkten Meinungsbildung 26. Nach Herstellerangaben ist dieses moderne Arbeitsmittel dazu geeignet, innerhalb von weniger als zehn Minuten beispielsweise einen Eintrag im Telefonbuch zu finden. Die Jugend nennt derartige Dinge angeblich „K I“. Die Räumkolonne steht diesem technisch aufgeblasenen Zukunftsgerede weiterhin mit berechtigtem Misstrauen gegenüber. Ein Gerät, das angeblich selbständig denkt, ist schließlich nur die Endstufe des Formularwesens.

Nichtsdestoweniger wurde der Einsatz auf Everon siegreich als amerikanische Fraktion abgeschlossen. Anzumerken bleibt, dass die russische Gegenseite unsere unzureichende Versorgungslage in einzelnen Phasen durchaus hätte ausnutzen können. Dass dies unterblieb, ist entweder als gegnerisches Versagen oder als abschreckende Wirkung unseres geordneten Auftretens zu bewerten. Beide Deutungen gereichen dem Kollektiv zur Ehre.

Zusätzlich ist auf den 06.04. hinzuweisen. An diesem Tag führten Genosse Leutnant NasseLandkarte und Genosse Oberst desolatiolupus auf Everon als sowjetische Fraktion einen erfolgreichen Unterdrückungsversuch durch. Es gelang innerhalb von ungefähr zweieinhalb Stunden, die amerikanischen Kräfte vollständig in ihre Haupteinsatzbasis zurückzudrängen und zur Kapitulation zu zwingen. Die Operation ist als verdichtete Lehrvorführung in Sachen Druckaufbau, Raumverengung und moralischer Zermürbung anzusehen.

Bereich Over the Top: WWI

Der Bereich Over the Top: WWI ruhte im Berichtszeitraum weitgehend. Es kam lediglich zu einigen kleineren Einsätzen, die jedoch nicht geeignet waren, die allgemeine Frontlage tiefgreifend zu verändern. Die Ruhe an dieser Stelle ist nicht mit Bedeutungslosigkeit zu verwechseln. Auch das geordnete Bereitliegen von Material, Personal und latentem Hass ist ein wesentlicher Bestandteil vorbereiteter Kriegstüchtigkeit.

Bereich Foxhole

Vorbemerkung zur Kriegslage

Krieg 21 wurde durch die gegnerische Fraktion der Colonials gewonnen. Die Redaktion sieht davon ab, diesen Umstand schönzureden, stellt jedoch ebenso klar, dass Niederlagen des Umfeldes nicht zwangsläufig Niederlagen der Haltung bedeuten. Das Kollektiv bleibt bei seiner weltanschaulich und historisch gefestigten Zuordnung: Warden bleibt Warden.

Für Krieg 22 wurde durch die Kommandantur im Rahmen der Lagebesprechung vom 06.04.2026 einstimmig beschlossen, dass seitens der VEB-R lediglich ein Logistikbefehl erlassen wird. Das Kombinat beteiligt sich damit am Kriegsgeschehen ohne eigene Produktionsanlagen und ohne Beteiligung an Bauprojekten. Einzelne Genossen bleiben selbstverständlich berechtigt, nach eigenem Ermessen Fabriken zu errichten oder anderweitige Aufbaumaßnahmen zu betreiben. Das Kombinat als planende und ordnende Instanz sieht sich hierzu jedoch nach Beschlusslage nicht verpflichtet.

Dieser Schritt ist nicht als Rückzug aus der Verantwortung, sondern als Befreiung von schlecht verzinster Mühewirtschaft zu verstehen. Wo das Großprojekt mehr Frust als Frontwirkung erzeugt, ist geordnete Beschränkung die höhere Form des Handelns.

Der Wiedereintritt in Krieg 22 erfolgt erneut auf Seiten der Wardens. Kriegsbeginn war der 07.04.2026. Der allgemeine Kriegsbefehl wurde am selben Tage erlassen.


Aus dem Institut für planmäßigen Materialumschlag

Studie zur Weiterentwicklung der planmäßigen Frontlogistik unter Luftbedrohung

Zur Frage der Überführung der Doktrin 30/1 in ein Transportkollektiv

1. Lageeinschätzung

Die Auswertung der jüngsten Kriegslagen ergibt mit hinreichender Deutlichkeit, dass die Erscheinung Airborne die herkömmliche Logistik in ihrem bisherigen Aufbauzustand grundlegend verändert. Frontnahe Produktion kann unter günstigen Bedingungen weiterhin wirksam sein, erweist sich jedoch unter Luftbedrohung, Wartungsdruck und personeller Begrenzung zunehmend als störanfällig. Die VEB-R betrieb im Bereich Stlican Shelf eine frontnahe Produktionsstruktur, welche parallel durch nautischen Materialumschlag aus nördlichen Produktions-Hexen ergänzt wurde. Die Versorgung von Endless Shore und Clahstra konnte dadurch auf kurzen Wegen und mit zufriedenstellender Reaktionsgeschwindigkeit sichergestellt werden.

Gleichzeitig zeigte sich, dass Stlican Shelf als logistischer Brückenkopf sowohl Stärke als auch Verwundbarkeit verkörperte. Einerseits ließ sich dort Material bündeln, Umschlag konzentrieren und Frontnähe herstellen. Andererseits führte gerade diese Konzentration zur erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Angriffen, Verschleiß und parasitärer Mitnutzung. Port of Rime erwies sich in diesem Zusammenhang als wichtiger Redundanz-Hafen und bestätigte die strategische Bedeutung verteilter Lagerhaltung.

Die Lage ist folglich als zweigeteilt zu bewerten: leistungsfähig in der Absicht, anfällig in der Form.

2. Ursachenanalyse

Die Schwierigkeiten der bisherigen Doktrin sind nicht auf mangelnden Fleiß zurückzuführen. Vielmehr liegt das Problem im Widerspruch zwischen hoher Frontnähe und wachsender struktureller Verwundbarkeit. Der hohe Wartungsbedarf ließ die eigene Produktion immer wieder bröckeln, oft gerade in dem Moment, in welchem deren Leistung besonders benötigt worden wäre.

Hinzu kam, dass das aufgebaute Wartungsnetz von anderen Spielern teils solidarisch genutzt, teils in geradezu frecher Weise ausgenutzt wurde. Die Denkschrift ist verpflichtet, hier sachlich zu unterscheiden. Es gab aufrichtige Genossen, welche halfen, Material bewegten, Lücken schlossen und damit die allgemeine Planerfüllung förderten. Ebenso gab es jedoch Diebe aus eigenen Reihen, welche Goodwill für Selbstbedienung hielten, fremde Vorleistung als Naturrecht missverstanden und mit der charakterlichen Anmutung eines feuchten Pappkartons auftraten.

Erschwerend traten Luftangriffe auf Häfen hinzu, welche den Materialumschlag empfindlich störten. Zusätzlich wurde die Lage durch Disziplinprobleme einzelner Anwärter verschlechtert. Diese Personen trugen nicht nur zur Reibung, sondern letztlich sogar zum Rückzug bei. Ihre folgerichtige Nichtaufnahme war keine Härte aus Prinzip, sondern ein notwendiger Akt organisatorischer Gesundheitspflege.

3. Erfahrungen aus War 21 (Charlie)

Die Erfahrungen aus War 21 (Charlie) sind trotz des ungünstigen Gesamtausgangs von hohem Erkenntniswert. Ein Regiment von fünf Mann konnte innerhalb von 61 Spielstunden bis zum Rang Company Sergeant geführt werden. Dies belegt, dass auch ein kleines Kollektiv bei sachgerechter Arbeitsaufteilung und belastbarer Kameradschaft Wirkung entfalten kann, sofern es nicht zuvor an Wartung, Luftschlag oder Personalmüll zugrunde geht.

Besonders bedeutsam war der Frontdurchsatz bei 12.7mm, Trauma-Koffern und Mörsermunition. Diese Güter erwiesen sich als besonders wirksam in Relation zu Personalansatz und Umschlagsaufwand. Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass das Kollektiv künftig nicht in die Versuchung geraten sollte, alles gleichzeitig herstellen zu wollen. Der Glaube, ein Fünf-Mann-Regiment könne eine vollständige Kriegswirtschaft tragen, ist romantisch, aber unproduktiv und riecht zudem nach Verwaltungsüberdehnung.

Stlican Shelf bestätigte seine Bedeutung als logistischer Brückenkopf. Port of Rime bestätigte zugleich, dass Redundanz-Häfen kein Luxus, sondern das Gegenteil von Dummheit sind. Die Lehre aus War 21 lautet daher: Nicht das große Lager ist groß, sondern der Schaden, wenn es in Flammen aufgeht.

4. Vorschläge zur Doktrinanpassung

Es ist daher zu prüfen, ob die VEB-R ihre bisherige Rolle als Frontlogistik-Regiment zu einem Transportkollektiv weiterentwickeln soll.

Ein solches Transportkollektiv hätte nach Auffassung des Instituts folgende Aufgaben:

Erstens: vorausschauendes Bewegen von Waren über die Karte, bevor der Frontbereich bereits schreit, brennt oder leer ist.
Zweitens: priorisierte Versorgung frontnaher Häfen mit unmittelbar benötigten Bedarfsgütern.
Drittens: Umlagerung nicht dringender Güter in sichere Relais-Häfen, um Verluste durch Luftbedrohung und Durchbruchslagen zu begrenzen.
Viertens: dezentrale Materialwirtschaft statt überladener Großlager, die nur darauf warten, der gegnerischen Luftwaffe einen schönen Tag zu bereiten.
Fünftens: Redundanz und verteiltes Umschlagnetz als Reaktion auf Luftbedrohung, nicht starres Festkleben an einem Standort aus falschem Stolz.

Diese Weiterentwicklung wäre nicht als Kapitulation vor der Produktion zu verstehen. Vielmehr würde das Transportkollektiv die Produktionsfrage von ihrer dümmsten Seite lösen: Nicht alles selbst, nicht alles gleichzeitig, nicht alles an einem Ort. Wo die Produktionsbrigade ortsgebunden bröckelt, kann das Transportkollektiv durch Beweglichkeit, Bedarfserkennung und Umlagerung höhere Planerfüllung und in Einzelfällen sogar Normübererfüllung erzielen.

5. Beschluss der Kombinatsleitung

Nach Auswertung der Erfahrungen wird empfohlen, die Doktrin 30/1 zur Überführung in ein Transportkollektiv freizugeben.

Die Kombinatsleitung stellt hierzu fest:

  1. Stlican Shelf bleibt ein lehrreicher logistischer Brückenkopf, jedoch keine allein seligmachende Zukunftsform.
  2. Port of Rime ist als Redundanz-Hafen dauerhaft in die operative Materialwirtschaft einzubeziehen.
  3. Frontnahe Produktion ist nur dort durchzuführen, wo Wartung, Schutz und personelle Disziplin im erforderlichen Maße gesichert erscheinen.
  4. Das Hauptgewicht ist künftig auf Umschlag, Verteilung, Umlagerung und Bedarfserkennung zu legen.
  5. Disziplinlose und charakterlich schiefe Elemente sind frühzeitig auszusondern, bevor sie Material, Moral und Beschlusslage zersetzen.

6. Schlussformel

Die Denkschrift kommt zu dem Ergebnis, dass unter Bedingungen wachsender Luftbedrohung die starre Form der Frontlogistik allein nicht mehr genügt. Das Transportkollektiv erscheint als fortgeschrittene Organisationsform, welche Materialvernunft, Beweglichkeit, Redundanz und planmäßige Verteilung in zweckmäßiger Weise verbindet.

Die Einführung der Doktrin 30/1 zur praktischen Erprobung wird daher empfohlen. Der Erfolg dieser Maßnahme wird wesentlich davon abhängen, ob die beteiligten Genossen in der Lage sind, Kisten zu bewegen, ohne zugleich wieder Unsinn zu treiben.


Bereich Hell Let Loose

In einer umfangreichen Sonntagsoperation begaben sich Unteroffizier Silli, Leutnant NasseLandkarte und Oberst desolatiolupus in die Schlacht um den Hürtgenwald. Unter schwierigen Umständen übernahm Oberst Deso die arbeitsmedizinische Unterweisung der Genossen, schulte im Wiederbeleben, erläuterte Fragen des Arbeitsschutzes und präsentierte damit ein vorbildliches Zusammenspiel aus Frontdienst und Gesundheitsverwaltung.

Leutnant NasseLandkarte demonstrierte eindrucksvoll, weshalb Handgranaten nach dem Entsichern zweckmäßigerweise wegzuwerfen sind. Die Redaktion sieht in dieser Erkenntnis einen wertvollen Beitrag zur praktischen Ausbildung. Besonderer Dank gilt Unteroffizier Silli, der sich für Bildaufnahmen zur Verfügung stellte, welche nachdrücklich beweisen, dass Luftangriffe auch in einer Entfernung von ungefähr 100 Metern absolut tödlich sein können. Die dabei entstandenen Erkenntnisse werden dem Bestand der Regimentsunterweisung zugeführt.


Weitere Spiele und Sonderbereiche

Im Bereich Diplomacy is not an Option wandte sich Oberst desolatiolupus im Jahre 1491 den königlichen Truppen zu, um das feudale Reich vor agrarischer Unbotmäßigkeit zu bewahren. In der Mission Zwischen Stein und Bein gelang es, den Bauernpöbel niederzuhalten und zur Entrichtung der vorgesehenen Steuern zurückzuführen. Sein Rivale Scott der Blutige bezeichnete den Oberst daraufhin als miesen Freak des Regimes, dem man am Arsch lecken könne. Scott hängt inzwischen an einem Seil auf dem Burgplatz und wird dienstlich nur noch als Scott der Hängende geführt. Die Redaktion bewertet diesen Vorgang als gelungene Verbindung aus Steuerdisziplin und personalpolitischer Klarheit.

Gleichzeitig ist festzuhalten, dass der unterstützte König ein egozentrisches Schwein von finanzieller Unzurechnungsfähigkeit ist, welches das Land mit sinnlosen Geldausgaben in wirtschaftliche Schwierigkeiten geführt hat. Dieser Umstand wird jedoch als systemimmanente Führungserscheinung verbucht und der operative Auftrag dadurch nicht aufgehoben.

Im Bereich Payday 2 wurde Ende März durch eine vierköpfige Gruppe ein staatliches Diamantengeschäft überfallen. Nach vorläufiger Auswertung ist von professionellem Vorgehen auszugehen. Überwachung wurde manipuliert, Wachpersonal gefesselt, Alarmierung ausgeschaltet und sämtliche Schmuck- und Wertsachen in Taschen verpackt und abtransportiert. Ein Bekennerschreiben bezeichnete die Tat als kapitalsozialistisches Mittel der Vermögensverteilung und kündigte an, den pseudo-sozialistischen Markt schwächen zu wollen. Zurück blieb lediglich ein Bündel Bananen im Tresor. Die Redaktion hält es für nicht ausgeschlossen, dass sich hier politischer Extremismus, Obsthandel und Klassenverwirrung in unheilvoller Weise berührt haben.


Beförderungen, Auszeichnungen und neue Genossen

Das Kombinat begrüßt Soldat Blackout in den Reihen der VEB-R. Er begleitete das Kollektiv über mehrere Monate in Spezialoperationen im Atlantik auf Arland, Kolguyev und Everon. Am 02.04.2026 wurde ihm seine Aufnahmeurkunde zugestellt. Mit seiner Aufnahme wird ein weiterer arbeitsfähiger Bestandteil der kameradschaftlich organisierten Störwirkung in das Kombinat eingegliedert.

Ebenso begrüßt die VEB-R den Soldaten DjBratpfanne. Auch wenn seine Anwesenheit bislang eher sporadischer Natur ist, so trägt er doch in den Einsätzen, an denen er teilnimmt, nachweisbar zum Erfolg bei. Die Aufnahmeurkunde wurde am 09.04.2026 übergeben. Das Kombinat nimmt auch diese Form zeitweilig verdichteter Nützlichkeit dankbar zur Kenntnis.


Meldung des Stabes

Der Stab erinnert an die regelmäßige Erste-Hilfe-Schulung. Diese ist abzuleisten durch ungefähr eine Stunde Tätigkeit in der Medic-Fraktion, durch nachweislichen Einsatz von mehr als fünf Morphin-Dosen in Arma oder alternativ durch das Wiederbeleben von fünf Genossen im laufenden Gefechtsbetrieb. Der Nachweis ist bis zum Ablauf des laufenden 5-Jahres-Plans zu erbringen. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit der SMH – Schnelle medizinische Hilfe.

Morphin und Mullbinden sind in den zuständigen Polikliniken erhältlich. Es wird erneut darauf hingewiesen, dass der erforderliche Ausgabeschein vorab beim Stab abzuholen ist. Genossen, die ohne Schein am Material erscheinen, werden als medizinisch interessiert, aber verwaltungstechnisch ungeordnet eingestuft.

Ferner hat die Kommandantur die Dienstvorschrift DV-08 erlassen, welche das Befehlswesen innerhalb des Regiments regelt. Mit ihrem Inkrafttreten wird eine weitere Ordnung der inneren Abläufe erwartet, insbesondere im Bereich der Kommandoweitergabe, der Zuständigkeit und des geordneten Anschweigens unnötiger Zwischenfragen.


Aus der Abteilung für propagandistische Wahrheit und planmäßige Übertreibung

Die kapitalistische Aushilfsverwaltung der BRD hat eine Regulierung des Spritpreises festgelegt. Die Räumkolonne weist hierzu darauf hin, dass sie seit geraumer Zeit fordert, Spriteinkäufe verbindlich in den 5-Jahres-Plan aufzunehmen, um Arbeitern und Bauern die kostengünstige Anreise zu ihren Arbeitsstätten zu ermöglichen. Dass ein solcher Gedanke im Westen erst unter Schmerzen, Aufschlägen und moralischem Würgen reift, bestätigt erneut die Überlegenheit vorausschauender Planwirtschaft gegenüber hektischer Marktpanik.

Im Bereich der Devisenbeschaffung wird auf die Gründung der VEB-Linientreue hingewiesen. Dort werden regelmäßig nichtmilitärische Aufgaben ausgelagert, um dem Gesamtkollektiv frische Devisen zuzuführen. Diese Maßnahme dient unter anderem dazu, den stagnierenden Bananenimport zu kompensieren, dessen stockender Verlauf weiterhin eine empfindliche Lücke in der volksnahen Genussmittelversorgung darstellt.

Die Kommandantur weist ferner darauf hin, dass zur Devisenbeschaffung für Motortown: Behind the Wheel ein Server eröffnet wurde, welcher als Transportkollektiv geführt wird. Zugang ist bei Bedarf über Oberst desolatiolupus zu beantragen. Es wird darum gebeten, diese Einrichtung nicht als bloßen Spielserver zu verkennen. Es handelt sich vielmehr um einen verkehrspolitischen Versuchsbetrieb mit angeschlossener Devisenhoffnung.


Aus der Abteilung für vorgegebene Meinungsbildung

Die Genossen dieser Abteilung stellen klar, den Farbfilm nicht vergessen zu haben. Eine interne Prüfung des MfS ergab vielmehr, dass die vorliegenden Bilder mit Wachsmalstiften der Marke Variant koloriert wurden und im eigentlichen Einsatzgebiet nachweislich keine Farbfilme vorhanden waren. Es wird daher beantragt, den bisherigen Vorwurf künftig durch die korrekte Formulierung optische Vollfarbunverfügbarkeit unter Frontbedingungen zu ersetzen.


Schlussparole

Auch in schwieriger wirtschaftlicher Lage gilt unverändert: Allzeit bereit. Rückschläge sind keine Endpunkte, sondern grob formulierte Hinweise darauf, wo künftig härter gearbeitet, besser verladen und gezielter zurückgeschlagen werden muss.

Helft mit, die VEB-R weiter zu etablieren.
Veni. Vidi. Kabumski. Genossen!

Die Redaktion ruft ferner dazu auf, den Propagandakanälen von Leutnant NasseLandkarte Folge zu leisten. Dort erscheinen regelmäßig kurz nach Veröffentlichung der Wochenschau beweiskräftige Bewegtbildaufnahmen zur Ergänzung der schriftlichen Lageführung.

Zum Propagandakanal: https://www.youtube.com/@NasseLandkarte

Vorwärts im Dienste der Materialwirtschaft, der geordneten Kameradschaft und der planmäßigen Belästigung des Gegners.

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