DV-02 – Einsatzablauf

DV-02 – Einsatzablauf (Plan → Durchführung → Auswertung)

AKTENVERMERK: Gültig für das VEB Kombinat „Räumkolonne“ [VEB-R]
EINSTUFUNG: Innerer Dienstgebrauch
GRUNDSATZ: Erst denken. Dann handeln. Danach lernen.

Diese Vorschrift beschreibt den Standardablauf für Einsätze der Räumkolonne – unabhängig vom Einsatzfeld.
Ziel ist eine wiederholbare Ordnung, die auch dann funktioniert, wenn es unübersichtlich wird.


1) Der Standardablauf

Jeder Einsatz folgt – soweit Lage und Spiel es zulassen – diesem Dreischritt:

  1. Plan (Briefing)
  2. Durchführung (Einsatz)
  3. Auswertung (Debrief / AAR)

Der Ablauf darf vereinfacht werden – aber er wird nicht ersetzt durch Chaos.


2) Plan (Briefing)

Vor Beginn werden die Mindestangaben geklärt. Kein Roman – aber genug, damit alle dasselbe Bild haben:

  • Lage: Was ist los? (kurz)
  • Auftrag: Was soll am Ende erreicht sein?
  • Rollen: Wer macht was? (Führung, Pionier/Logi/etc.)
  • Grenzen: Was ist tabu / was ist nicht Ziel des Abends?
  • Zeit: Start, grober Rahmen, Abbruchkriterien

Grundsatz: Wenn das Briefing länger ist als der Einsatz, war es kein Briefing.


3) Befehle (Tagesbefehl / Stabsbefehl)

Zeitweise erlässt der Stab Tagesbefehle. Diese ersetzen nicht den Dreischritt, sondern geben ihm eine klare Richtung. Ein Tagesbefehl beschreibt den Einsatzablauf in der Logik:

Weg – Ziel – Wirkung

  • Weg: Wie gehen wir vor? (Route, Methode, Vorgehensweise)
  • Ziel: Was ist das konkrete Ergebnis? (messbar/prüfbar)
  • Wirkung: Was soll dadurch erreicht oder verhindert werden? (strategischer Nutzen)

Ein Tagesbefehl ist kurz, eindeutig und für alle verständlich. Er dient als gemeinsamer Nenner, damit alle in dieselbe Richtung arbeiten und nicht nebeneinander her.


4) Durchführung (Einsatz)

Im Einsatz gilt:

  • Auftrag vor Aktionismus.
  • Rollen werden gezogen und gehalten. Wer eine Rolle übernimmt, zieht sie durch.
  • Standards zuerst. Improvisation nur, wenn sie den Auftrag schneller/sicherer erfüllt.
  • Betriebsruhe: Diskussionen werden vertagt, wenn sie den Ablauf stören.
  • Hilfsbereitschaft ohne Chaos: Helfen ja – aber nicht alle gleichzeitig am selben Problem.

Merksatz: Nicht jeder Handgriff muss schön sein – aber er muss wirken.


5) Auswertung (Debrief / AAR)

Nach dem Einsatz wird kurz ausgewertet. Nicht für Schuld, sondern für Wirkung.

Mindestumfang (5–10 Minuten):

  • Was lief gut? (1–3 Punkte)
  • Was lief schlecht? (1–3 Punkte)
  • Was ändern wir nächstes Mal? (1 konkreter Beschluss)

Wenn ein schriftlicher Nachtrag sinnvoll ist, wird ein kurzer AAR erstellt (je nach Einsatzfeld und Bedarf).


6) Anwendung je Einsatzfeld

Der Dreischritt gilt überall – die Form ist unterschiedlich:

  • Arma Reforger / Arma 3:
    Briefing vor Ort, Debrief nach dem Einsatz. Schriftlicher AAR optional.
  • Foxhole:
    Planung und Vorhaben werden (wenn relevant) im Protokoll des aktuellen Kriegs festgehalten.
    Auswertung kurz, damit Prioritäten im nächsten Schritt sitzen.
  • Holdfast / Hell Let Loose / Over the Top: WWI:
    Kurzbriefing (Ziel/Rollen), Durchführung, kurzer Debrief.
    Schriftliche Nachträge nur, wenn es für kommende Einsätze Nutzen bringt.

7) Abbruch- und Eskalationsregel

Wenn der Betrieb kippt (Chaos, Frust, Endlosdiskussion):

  • Stoppen. Sammeln. Klären.
  • Entweder kurzer Kurswechsel oder sauberer Abbruch.
  • Danach Debrief – damit der nächste Einsatz nicht am selben Problem scheitert.

Gezeichnet:
RegKdr (Oberst) desolatiolupus
StvRegKdr (Leutnant) NasseLandkarte